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"Erst fühlen -
dann urteilen"
Ort: Volksbank Worpswede, 27726 Worpswede
Datum: 01.03.26 bis 30.04.2026
Die Ausstellung in der Volksbank lädt dazu ein, Wahrnehmung neu zu ordnen: erst fühlen, dann urteilen. Im Zentrum steht Haltung – die Bereitschaft, das Eigene wahrzunehmen, ohne es sofort festzulegen. Die Arbeiten bewegen sich zwischen Klarheit und Zweifel, zwischen Entscheidung und Offenheit. Sie eröffnen Räume, in denen Unsicherheit nicht vermieden, sondern zugelassen wird – als Teil eines Prozesses, in dem sich ein eigener Standpunkt entwickeln kann. Eigenständigkeit entsteht hier nicht durch schnelle Bewertung, sondern durch das Aushalten und Erfahren. Erst daraus formen sich Entscheidungen, die tragen.
Über die Austellung
Zwischen goldenen Strukturen, feinen silbernen Fäden und lichtdurchfluteten Flächen entfalten sich in der Volksbank Worpswede derzeit Bildräume, die zum Nachdenken anregen. Mit ihrer neuen Ausstellung "Erst fühlen, dann urteilen – Bildräume für innere Ausrichtung" eröffnet Dörte Monsees einen Raum der Stille in unruhigen Zeiten. Im Zentrum der Schau steht die Frage nach Haltung im persönlichen wie im gesellschaftlichen Sinn. Monsees verbindet in ihren Arbeiten Standfestigkeit und Bewegung, Verletzlichkeit und Kraft. Sie möchte dazu anregen, erst zu fühlen und dann zu urteilen.
Die präsentierten Serien "Haltung", "In Sichtweite", "Standhaft" und "Stand der Dinge" führen das Thema weiter. Sie legen Schichten frei, zeigen Brüche und Prägungen, thematisieren Rollen und Erwartungen und laden dazu ein, die eigene Position zu hinterfragen. "Goldene Linien und zarte metallische Akzente verweisen in den Arbeiten auf innere Ressourcen und Möglichkeiten", beschreibt die Künstlerin. So entstehen Werke, in denen Zweifel und Zuversicht nebeneinander bestehen dürfen. "Haltung ist keine Pose, sondern eine Entscheidung", fügt sie hinzu.
In dieser Ausstellung verschiebt sich der Fokus auf das, was im Moment entsteht: Entscheidung, Beziehung und Eigenständigkeit als gelebte Prozesse. Die Arbeiten verdichten Erfahrungen zu Zuständen, in denen sich ein eigener Stand nicht behauptet, sondern erspürt wird. Zwischen Annäherung und Abgrenzung entstehen Spannungsfelder, in denen Zweifel Raum bekommt. Beziehung zeigt sich dabei nicht als Harmonie, sondern als lebendiges Gegenüber – etwas, das bewegt, irritiert und klärt. Die Werke laden dazu ein, sich im Ungeklärten zu orientieren, die eigene Position wahrzunehmen und ihr zu vertrauen – nicht als fertige Antwort, sondern als fortlaufende Entscheidung im Prozess.
Foto: Hauke Dressler
Über die Künstlerin
Meine Kunst eröffnet Räume
"Oft werde ich gefragt, ob es in meiner Arbeit um Körper, Psyche oder Gesellschaft geht. Für mich sind diese Bereiche untrennbar. Haltung entsteht im Wechselspiel von Innen und Außen: Sie prägt, wie wir uns selbst erleben, und beeinflusst, wie wir anderen begegnen. Sie erlaubt, offen zu bleiben – und sie schafft die Möglichkeit, zu fühlen, bevor wir bewerten, zu wirken, statt nur zu reagieren. In einer Welt, die selten still wird, wünsche ich mir eine Aufmerksamkeit, die dem Gelingen nicht weniger Raum gibt als dem Problem. Meine Kunst möchte diesen Raum öffnen: zum Innehalten, zum klaren Spüren, zur bewussten Ausrichtung. Haltungen, die tragen, entstehen nicht aus Perfektion, sondern aus Präsenz – und ihre Wirkung schwingt weiter, hinaus in die Welt.”
Veranstaltungsort
Volksbank Worpswede
Hembergstraße 24
27726 Worpswede
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