Stand der Dinge
Die Serie „Stand der Dinge“ bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Klarheit und Ungewissheit. In den einzelnen Arbeiten „Übergänge“ treffen helle, offene Räume auf verdichtete Zonen. Dazwischen entsteht ein Bereich, der nicht festgelegt ist – ein Zustand, der nicht aufgelöst, sondern bewusst ausgehalten wird.
Haltung und Selbstbestimmtheit zeigen sich hier als Entscheidung: nicht im schnellen Reagieren, sondern im Innehalten, im Finden und Halten eines eigenen Standpunkts. Schichtungen, Spuren, Brüche und Stufen verweisen auf Prozesse, die sich im Gehen entwickeln – auf Bewegungen, die nicht geradlinig verlaufen, sondern sich formen, verwerfen und neu ausrichten.
In dieser Balance zwischen Loslassen und Standfestigkeit entsteht Eigenständigkeit. Aus dem Aushalten des Unklaren heraus bildet sich eine innere Standform, aus der Entscheidungen wachsen – nicht als feste Vorgabe, sondern als etwas, das sich allmählich aus der Tiefe heraus zeigt.